We Are The Flesh

26.10. | 21:45 Uhr

I’ll be chewing on this one for a long time.

Film Thrills

 

Despite the dark, perverse and twisted approach, the film is a statement that celebrates freedom and struggles against social boundaries and conventions.

En Filme

There’s genuine artistry even to this film’s most exploitative moments.

Los Angeles Times

Viewers expecting a garden-variety horror flick will likely recoil, but those seeking new voices in Mexican cinema may well hail Minter’s effort.

Hollywood Reporter

Rotfilter, ein pochend-drückender Soundtrack, Hardcore-Action und das Gefühl eines bald bevorstehenden üblen Schicksals. Was sich anhört wie der neueste Streich des adulte terrible Gaspar Noé kommt tatsächlich aus Mexiko und ist das Langfilmdebüt von Emiliano Rocha Minter. Mit We Are The Flesh hat er eine erotisch-apokalyptische Dystopie geschaffen, die auch direkt aus dem 70er Jahre Giftschrank gesprungen sein könnte – kontrovers, provokant und auch ein bisschen verstörend. Das liegt vor allem daran, dass das mexikanische Genrekino größtenteils auf Konventionen des Hollywood-Horrors pfeift und eine ganz eigene Bildsprache und Narration gefunden hat. Und das gilt neben Guillermo del Toros Klassikern Cronos oder The Devils Backbone eben auch ganz besonders für We Are The Flesh.

In einer zerstörten Welt durchstreifen die Geschwister Fauna und Lucian eine verlassene, marode Stadt auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf. Was sie finden ist der alte, unheimliche Mariano, der ihnen Unterschlupf gewährt. Allerdings müssen sie ihm im Gegenzug dabei helfen einen seltsamen Kokon in seinem verfallenen Haus zu bauen, um eine neue Weltordnung inmitten des apokalyptischen Chaos zu schaffen. Doch Mariano hat da auch noch ganz andere Vorlieben. Was einigermaßen harmlos mit dem Zusammenkleben alter Einrichtungsgegenstände beginnt, artet schon bald in immer bizarrere sexuelle Spiele aus und entwickelt sich zusehends zur körperlichen und seelischen Belastung. In der schon fast halluzinatorischen Höhle kommt das Geschwisterpaar an seine Grenzen, an die Grenze seiner Existenz und an die Grenze zum Wahnsinn.

Im Rahmen des Filmschwerpunkts Cine Más könnt ihr euch We Are The Flesh am 26. Oktober entweder einzeln oder als Double Feature zusammen mit The Untamed (19:30 Uhr), an der Abendkasse zum vergünstigten Preis, anschauen.

Spanische Originalversion mit deutschen Untertiteln

MEX/FRA 2016

83 Min.

Regie:
Emiliano Rocha Minter

Drehbuch:
Emiliano Rocha Minter

Musik:
Esteban Aldrete

Kamera:
Yollótl Alvarado

Mit:
María Evoli, Diego Gamaliel, Noé Hernandez u.a.

FSK 18