Official Selection: Birds of Passage

Spieltermin: 23.11.2018 | 20:45 Uhr
Spanische Originalversion mit deutschen Untertiteln
Festivalzutritt ab 18 Jahren

Kolumbien, 1968. Der junge Raphayet hält um die Hand der gerade volljährig gewordenen Zaida an. Diese entstammt einer der einflussreichsten Familien des Wayuu-Stammes und so fällt ein stattliches Brautgeld an, ausgezahlt in Nutztieren und Schmuckstücken. Um die Summe zusammenzubekommen steigt Raphayet mit seinem Freund Moises ins aufkommende Marihuana-Geschäft ein. Was mit kleinen Mengen und einer Handvoll Hippies als Abnehmer beginnt, entwickelt sich rasch zum florierenden Drogengeschäft. Raphayet und Zaida heiraten und der Clan erfährt nie gekannten Wohlstand. Dabei muss Rapahyet jede Menge Konfliktherde balancieren: Das eigene Geschäftsinteresse, Handelspartner, die sich nicht an Abmachungen halten, die archaischen Bräuche der Wayuu – verkörpert in der matriarchalischen Schwiegermutter Úrsula – und nicht zuletzt der aufmüpfige Sohnemann.

BIRDS OF PASSAGE erzählt in elegischen Bildern die Geschichte des kolumbianisch-US-amerikanischen Drogenhandels über zwei Jahrzehnte – aus der Sicht der indigenen Produzenten. Dabei steht die Droge an sich keineswegs im Mittelpunkt, sondern ist nur Katalysator wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung. Im Fokus des Films steht das Spannungsverhältnis zwischen wirtschaftlicher Modernisierung und traditionellen Stammesregeln.

Nach seinem preisgekrönten Epos DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE,  zeichnet Ciro Guerro, diesmal gemeinsam mit Regiekollegin Cristina Gallego, erneut ein analytisch scharfes und doch ambivalentes Portrait des Zusammenstoßes indigener kolumbianischer Stämme mit der westlich geprägten Moderne.

COL/DNK/MEX 2018
125 Min.

Regie:
Cristina Gallego, Ciro Guerra

Drehbuch:
Maria Camila Arias, Jacques Toulemonde Vidal

Kamera:
David Gallego

Produktion:
Nicolás Celis, Sebastián Celis, Cristina Gallego u.a.

Mit:
Natalia Reyes, Carmiña Martínez, José Acosta u.a.

Kontakt:
MFA/Filmagentinnen

„A beautifully crafted, slow-burn crime saga steeped in native traditions.“

Hollywood Reporter

„BIRDS OF PASSAGE effectively suggests a descent into criminal madness right out of SCAREFACE.“

Washington City Paper

„This is certainly not your typical drug crime thriller, where racist caricatures swagger around like oversized villains while white redeemers try to save the day.“

Film Inquiry