“EIN WÜTENDER RUNDUMSCHLAG GEGEN DIE MECHANISMEN DER DEUTSCHEN TV- UND KINOLANDSCHAFT.”

– OutNow-CH

“EIN DURCHAUS MUTIGES THEMA UND DESHALB EHRENSWERT.”

– Toasted

„WIE EIN WILDGEWORDENER ELEFANT IM PORZELANLADEN.”

– Kino-Zeit

 

 

Wer glaubt, dass Quentin Tarantino der Einzige ist, der Drehbücher mit bitterbösem schwarzen Humor schreiben kann, wird von Andreas Arnstedt eines Besseren belehrt. Sein zweiter Langspielfilm Der Kuckuck und der Esel ist ein perfides Katz- und Mausspiel, stringent bis zur letzten Sekunde.

Getreu dem Kinderlied „Der Kuckuck und der Esel / die hatten großen Streit / Wer wohl am besten sänge?“ liefern sich die zwei Streithähne Conrad und Stuckradt einen erbitterten Kampf um ein Drehbuch. Conrad Weitzman wäre wohl, frei nach dem Volkslied, der Esel: Dieses Tier kann nicht besonders gut singen und versucht, diesen Makel durch lautes Schreien wett und damit auf sich aufmerksam zu machen. Conrad arbeitet seit Jahren erfolglos an einem Drehbuch über die Romanze seiner Eltern. Da seine Mutter bereits verstorben ist, soll wenigstens sein greiser Vater noch die Chance bekommen, sein „Meisterwerk“ erleben zu dürfen. Stuckradt Halmer verkörpert den Kuckuck in der cineastischen Fabel: Der Kuckuck ist ein Vogel, der seine Eier in die Nester von Singvögeln ablegt und selbst keine Brutpflege betreibt. Stuckradt wäre gerne ein Singvogel, aka Drehbuchautor. Da er aber selbst nicht begnadet genug dafür ist, arbeitet er als Redakteur und Kritiker für die Medienbranche und lässt andere die Arbeit machen.

Conrad wendet sich mit seinem Drehbuch an den interessierten Stuckradt, doch dieser verlangt über Jahre hinweg von dem Autor Änderungen an der Fassung, bis von dem eigentlichen Romanzenstoff nichts Wesentliches mehr übrig bleibt. Für Conrad gibt es nur noch eine Lösung: Frustriert und verärgert entführt der degenerierte Regisseur den schillernden Redakteur. Von hier an beginnt die eigentliche makabre Geschichte: Der Esel trifft auf den Kuckuck. Beide können eigentlich nicht viel mehr als einen banalen Laut von sich geben und treten trotzdem  in einen irrwitzigen Gesangswettstreit.

Deutsche Originalversion

Fr., 20.05.16, 20:00 Uhr | Sa., 21.05.16, 20:30 Uhr | So., 22.05.16, 20:00 Uhr
Mo., 23.05.16, 22:15 Uhr