Official Selection: Lowlife

Spieltermin: Mo., 27.11.17 | 21:45 Uhr
Englische Originalversion
Deutschlandpremiere

mit Vorfilm: THE ACCOMPLICE und Skype Q&A

Treffen sich ein sadistischer Organhändler, ein korrupter Drogenfahnder, ein Ex-Knacki mit Hakenkreuz im Gesicht, sein afro-amerikanischer bester Freund, eine verzweifelte Rezeptionistin und ein mexikanischer Wrestler mit gelegentlichen mörderischen Gewalt-Blackouts, dann endet dies in aller Regel nicht in einem friedlichen Kaffeekränzchen. So auch in Ryan Prows Regiedebüt LOWLIFE, das uns in eine der wilderen Ecken von Los Angeles entführt, in der Probleme zumeist endgültig gelöst werden und ein Ehrenkodex in vielen Fällen ausgesprochen flexibel und geldabhängig gehandhabt wird.
In Erzählstruktur und Dialogen einem PULP FICTION nicht unähnlich, schafft es Prows, nicht einfach nur eines dieser unzähligen, in den 90ern und frühen 2000ern wie Pilze aus dem Boden sprießenden Tarantino-Ripoffs zu kreieren, sondern diese spezielle Spielart des Films in die Ära Trump zu überführen. Nahezu unnötig zu erwähnen, dass das Tempo dabei ebenso hoch ist wie der Blutzoll, welcher, wie es sich für einen Film dieser Art gehört, ausgesprochen großzügig bemessen ist. Überraschender ist dagegen, wie viel Sympathie der Film einem Teil seiner Protagonisten entgegen bringt. LOWLIFE ist ein großartiger, wilder Ritt durch ein Los Angeles abseits von Hollywood und Glamour. Schon jetzt ein Film mit Kultpotenzial!

USA 2017
96 Minuten
Regie
Ryan Prows
Drehbuch
Ryan Prows, Jake Gibson, Shaye Ogbonna u.a.
Kamera
Benjamin Kitchens
Produktion
Mark Foligno, Jake Gibson u.a.
Mit
Nicki Micheaux, Ricardo Adam Zarate, Jon Oswald, Shaye Ogbonna, Santana Dempsey u.a.
Kontakt
Indeed Film